Niederlande

Schulsystem

Da es in den Niederlanden jedem auf Grund seiner Religion oder auf der Basis eines bestimmten pädagogischen Ansatzes frei steht eine vom Staat finanzierte Schule zu gründen, leuchtet es ein, dass rund zwei Drittel aller Schüler in den Niederlanden eine private Schule besuchen. Diese werden in der Regle von Stiftungen getragen. Die Wahl der Methoden steht ihnen dabei frei, der Inhalt wird allerdings vom Staat vorgegeben und wird durch Leistungstests geprüft.

Es gibt in den Niederlanden auch Grundschulen, diese „basisschool“ umfasst acht Klassen. Die Kinder werden in den Niederlanden in der Regel mit vier Jahren eingeschult, so dass die „basisschool“ mit 12 Jahren endet. An die basisschool schließt die Sekundarbildung an. Bevor sich die Schüler für eine Schulform entscheiden gibt es in allen Formen der Sekundarschulen eine Übergangsklasse, eine so genannte „brugklas“. Diese dient vor allem der Orientierung der Schüler über ihre zukünftige Schullaufbahn.

Daran anschließend gibt es drei Schulformen:

Einrichtungen der vor-universitären Bildung (vwo): Dies dauert sechs Jahre und bereitet auf die Aufnahme eines Studiums vor. Dort kann man zwischen verschiedenen Schwerpunkt wählen, etwa zwischen Sprachen, Kultur und Wissenschaft oder Natur und Technik. Die vwo endet mit einer allgemeinen Abschlussprüfung.

Einrichtungen der allgemeinen Sekundarbildung (havo): Diese fünfjährige höhere allgemeinbildende Schule soll die Schüler vor allem auf „höhere“ Ausbildungen vorbereiten. In der Realität setzen viele Schüler der havo ihren Bildungsgang an einer vwo fort, um somit an Universitäten studieren zu können. Der havo-Abschluss qualifiziert aber für eine vierjährige Ausbildung an einer Fachhochschule. Auch hier gibt es verschiedene Profile und die Ausbildung endet mit einer allgemeinen Abschlussprüfung.

Einrichtungen der berufsbildenden Senkundarerziehung (vmbo): Der neue vierjährige berufsvorbereitende Sekundarunterricht ist unterteilt in einen theoretischen „leerweg“ (Realschule) und einen praktischen „leerweg“ (Hauptschule). Hier werden die Schülerinnen und Schülerhauptsächlich auf den späteren Besuch der Berufsschule vorbereitet.

Schülervertretungsarbeit

Die SV in den Niederlanden nennt sich „leerlingsraad“ und ist nicht gesetzlich verankert. Es gibt jedoch an jeder Schule (zumindest an den Sekundarschuleneinen) einen so genannten „medezeggenschapsraad“, also ein Mitbestimmungsorgan, indem sich die Schüler vertreten und der im Gesetz zur Mitbestimmung an Schulen verankert ist. Dieser Rat trifft sich regelmäßig mit der Schulleitung.

An den Sekundarschulen gibt es aber in der Regel eine SV. Ihre Aufgabe ist es die schulischen Aktivitäten mitzugestalten und vorzubereiten. Da es aber keine genaue Vorgabe gibt, hängt dies auch immer von der jeweiligen Schule in diesem sehr zersplitterten Schulsystem der Niederlande ab.