SV in Europa

Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland will im Projektvorhaben „Schülervertretung in Europa“ die Arbeit von Schülervertretungen vor dem Hintergrund der  Entwicklungen und Möglichkeiten von Web 2.0 begleiten und untersuchen. Im interkulturellen Kontext sollen die Chancen und Grenzen von Web 2.0 für die Arbeit von Schülervertretungen in der Praxis erprobt werden. Das Projekt versteht sich als ein Beitrag zur Förderung von Partizipation und Demokratie in europäischen Gesellschaften.

Ziele des Projektes

Das Projekt „Schülervertretung in Europa“ will Schülervertretungen und nicht-schulische Bildungsträger aus verschiedenen europäischen Ländern im Web 2.0 vernetzen und einen Austausch über die Erfahrungen mit SV-Arbeit in Europa fördern. Durch das Projekt sollen auch Erkenntnisse über die Chancen und Grenzen der Nutzung von Instrumenten der ePartizipation in der praktischen SV-Arbeit untersucht werden. Daneben geht es um die Vermittlung von Medienkompetenz und den Umgang mit Persönlichkeits-, Medien- und Urheberrecht im Web 2.0. Im Rahmen von SV-Seminaren sollen Materialien entwickelt werden, die für die SV-Arbeit im Kontext verschiedener europäischer Länder eingesetzt werden können.

Das Projekt baut auf den Erfahrungen eines europäischen Projekts zur Schülervertretung und politische Bildung auf, das unter dem Titel „Training teachers to enhance pupils´ representation in Europe“ veröffentlicht ist (siehe http://tinyurl.com/aksb-voter).

Beteiligungsformen

Für Partner im Projekt „Schülervertretung in Europa“ gibt es verschiedene Formen einer Beteiligung, abhängig vom Wunsch der Partner, sich im Projekt zu engagieren:

  • Schülervertretungen in Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern können sich im Rahmen des Projektes mit einer Partner-SV über ihre Arbeit und Erfahrungen in der Praxis austauschen und die Chancen von Web 2.0 nutzen
  • Bildungseinrichtungen, die die Arbeit der SVen durch Seminare in den Mitgliedseinrichtungen der AKSB begleiten, können sich mit Partnern aus anderen Ländern austauschen
  • Engagement im Projektmanagement als Mitglied der Steuerungsgruppe
  • Weiterentwicklung von vorhandenen Materialien zur methodisch-didaktischen Einbindung des Themas Web 2.0 in bestehende Konzepte von SV-Seminaren
  • Einbringen fachlicher Expertise in den Themenbereichen Mediennutzung und –pädagogik, Medien- und Urheberrecht, Partizipation und Demokratielernen über SV-Arbeit
  • Beteiligung als Informationspartner
  • Beteiligung über die Bereitstellung von Ressourcen (finanzielle Beteiligung von Stiftungen und Partnern aus der Wirtschaft, Bereitstellung von technischer Ausstattung oder Software)

Mehrwert

  • Impulse für die Schul- und Seminarpraxis zum Demokratielernen am Beispiel Schülervertretungen und Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Schule
  • Einstieg in die europäische Zusammenarbeit und nachhaltige europäische Vernetzung von Schülervertretungen, außerschulischen Bildungseinrichtungen sowie beteiligten Verbänden und Organisationen
  • Erprobung von Möglichkeiten der Nutzung von Formen der ePartizipation im Rahmen des Demokratielernens und der (transnationalen) Zusammenarbeit

Geplantes Vorgehen

Das Projekt hat nach Genehmigung der Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit dem 1. Juli 2012 begonnen und wird im Dezember 2013 abgeschlossen werden.

Das Projekt soll in diesem Zeitraum vier Phasen durchlaufen:

  • Juni – Oktober 2012: Suche nach Partnern, Einrichtung einer Steuerungsgruppe, Vorbereitung einer nationalen Start-Up-Tagung für Multiplikatoren der Projektländer im Oktober
  • Oktober 2012 – April 2013: Organisation des Austausches von Schülervertretungen und Bildungseinrichtungen aus den Projektländern im Web 2.0 (koordiniert in SV-Seminaren der AKSB; parallel dazu können in Partnereinrichtungen im Ausland ebenfalls SV-Seminare durchgeführt werden)
  • Januar – Juni 2013: Vorbereitung einer Jugendaustausch-Tagung mit VertreterInnen der Schülervertretungen zum Erfahrungsaustausch unter Einsatz von ePartizipations-Plattformen
  • Juli – Dezember 2013: Auswertung und Dokumentation der Projektergebnisse

Förderung

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und ist ein Beitrag zur Eigenständigen Jugendpolitik.

Zentrale Ansprechpartnerin für die Durchführung:

Christina Gerlach, Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung
19 Square de Meeûs
B-1050 Brüssel
Tel. 0032 2274 1425
office@cathyouthadult.org

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