Schülervertretung in Europa

Das AKSB Projekt „Innovativ-Vernetzt-Demokratisch — Schülervertretung in Europa“ hat einige Ergebnisse, Ideen und Anregungen von Multiplikator/innen für Multiplikator/innen hervorgebracht, um sie für zukünftige Seminareinsätze anwendbar zu machen. Die Idee einer grenzüberschreitenden Vernetzung von Schülervertretungen ist bei vielen der angesprochenen Akteur/innen auf großes Interesse gestoßen, einige haben sie sogar bereits in die Tat umgesetzt (siehe „Students’ impACT: Active Citizenship in European Schools“).

Wie können zukünftige Seminaransätze gelingen? Was ist dabei zu beachten?

Zum Beispiel ist es eine Möglichkeit, zukünftig in SV-Seminaren mit festen Schulgruppen stärker europaorientiert zu arbeiten und einen Austausch mit den SVen der jeweiligen Partnerschulen im Ausland anzustreben. Hierfür benötigt es zur Unterstützung einen festen Ansprechpartner auf der anderen Seite.

Vor allem aber müssen im Vorfeld wichtige Rahmenbedingungen geklärt werden, die für ein Gelingen grundlegend sind:

  • Welcher zeitliche Rahmen steht für ein Seminar zur Verfügung? (Ferienzeiten im Partnerland, Prüfungsphasen, Wochenendunterricht, etc.)
  • Wie ist die technische Ausstattung am Seminarort und bei den europäischen Partnern? Sind die Möglichkeiten zur Web-2.0-Nutzung für den Austausch gegeben? Gibt es einen Skypezugang auf beiden Seiten? Besitzen die Beteiligten die Fähigkeit zu Nutzung der vorhandenen bzw. gewählten technischen Ressource?
  • Welche Verhaltensregeln seitens der Gesprächspartner sind wichtig bei der Kommunikation über soziale Medien? (Verhaltenskodex mit den Teilnehmenden erarbeiten)
  • Welche Sprache soll für den Austausch genutzt werden? Sind die Teilnehmenden in der Lage in der gewählten Sprache zu kommunizieren? Welche Unterstützung kann seitens der Seminarleitung geboten werden?
  • Welche Informationen sollten den Beteiligten auf allen Seiten bereits vorab vorliegen bzw. von ihnen erarbeitet werden? (Informationen über die jeweiligen Schulsysteme, Auseinandersetzung mit SV-Strukturen, etc.)
  • Welche interkulturellen Kompetenzen seitens der Teilnehmenden bedarf es vorab und wie können diese erlangt werden? Welche Methoden können hierfür verwendet werden?
  • Und ganz wichtig: es muss ein Plan B vorhanden sein, sollte der Web-2.0-Austausch spontan nicht sattfinden können (technische Probleme, Zuverlässigkeit der Projektpartner, etc.)

Wie wünschen Ihnen und Euch viel Spaß und gutes Gelingen in der grenzüberschreitenden Seminararbeit.