Unterwegs im SMV-Dschungel – wo geht´s lang?

Die Jugendlichen sollen Charakteristiken, Regularien, Schwierigkeiten, Chancen und Möglichkeiten der SMV-Arbeit erarbeiten und sich dabei als Akteur begreifen, dessen Handeln bzw. Nichthandeln das Schulleben beeinflusst. Ziel ist es, dass sie verstehen und lernen, sich in diesem Spektrum bewegen zu können. Zudem werden die Schüler animiert, sich aktiv als Mitgestalter von Schule zu verstehen und das Aktionsfeld nach den Bereichen Verantwortung, Verwaltung und Vertretung ausgelotet.

Wo?: Jugendbildungstätte der KAB und CAJ gGmbH, Schloßhof 1,  93349 Waldmünchen

Wann?: 19.09.2014, 9:15 – 20.09.2014, 18:45

Wie viel?: 60,00 €

Emailkontakt: office@jugendbildungsstaette.org

Internet: http://www.jugendbildungsstaette.org

Tel.: 09972/9414-0

Fax: 09972/9414-33

 

Students’ impACT: Active Citizenship in European Schools

Gemeinsam mit dem Haus am Maiberg aus Heppenheim und FAR, dem Verein für demokratische Bildung aus Burgas/Bulgarien waren 21 Schülervertreterinnen und -vertreter aus Bulgarien und Deutschland eine Woche auf den Spuren von Jugendbeteiligung in Europa in Berlin unterwegs. Gefördert wurde das Jugenddemokratieprojekt vom EU-Programm Jugend in Aktion.

Dabei waren Jugendliche des Goethe Gymnasiums aus Burgas, der Liebfrauenschule und des Goethe Gymnasiums aus Bensheim sowie des Max-Plack-Gymnasiums aus Groß-Umstadt. Ziel war es nicht nur sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen, sondern sich auch in vielen Gesprächen auf die Suche nach Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen in der EU und konkret in Deutschland zu begeben.

Ein Höhepunkt dabei waren wohl die Gespräche mit Vertreter/innen der fünf Jugendorganisationen der Parteien im Bundestag: Junge Union, Grüne Jugend, Linksjugend solid, JuLis und Jusos Berlin Fragen zu ihrem politischen Engagement stellen. Ein unpolitisches Familienhaus kann genauso ein Grund sein wie Parteitradition in der Familie oder Eltern, die im Widerstand in der DDR aktiv waren und die Möglichkeit zur Partizipation als wichtigen Wert weiter gegeben haben. Für andere spielt die aktive Mitgliedschaft in der Schülervertretung (SV) oder die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen eine Rolle bei der Entscheidung sich in einer politischen Jugendorganisation einzubringen. Auch Fragen danach, wie groß sie ihren eigenen Einfluss einschätzen und inwieweit sie sich vorstellen können, auch später in der jeweiligen Mutterpartei aktiv mitzuarbeiten diskutierten die Vertreter/innen mit sehr unterschiedlichen Meinungen.

Im November 2012 hatte bereits ein SV-Seminar im Haus am Maiberg stattgefunden. In einer Skype-Konferenz mit zwei bulgarischen Schülervertreterinnen waren hierbei Projektideen entstanden, die in einigen Schulen auch schon durchgeführt wurden. So erzählten Tale Meier und Lilian Hohmann von der SV des Goethe Gymnasiums aus Bensheim von ihrem Workshop zum Thema Cybermobbing in den sechsten und achten Klassen. Sophia Schaller und Patrizia Eisele von der Liebfrauenschule hatten vor wenigen Monaten mit ihrer SV zum ersten Mal ein Poetry Slam organisiert. In Berlin entwickelten die Teilnehmerinnen die Idee weiter, dieses kulturelle Projekt mit anderen Schulen gemeinsam für Bensheim auszuweiten. Die bulgarische Gruppe bietet mittlerweile eine umfangreiche Studienberatung an ihrer Schule an. So wollen sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zuverlässige Informationen über Studienmöglichkeiten im In- oder Ausland zur Verfügung stellen, ohne dass diese dafür Geld bezahlen müssen.

Aber die Jugendlichen blickten nicht nur auf vergangene und zukünftige Projektarbeit, sondern auch in die deutsche Geschichte des letzten Jahrhunderts: Die Ausstellung „GrenzErfahrungen“ im „Tränenpalast“ am S-Bahnhof Friedrichstraße war ein Highlight für viele Teilnehmende bei der Jugendbegegnung in Berlin. Das Gebäude diente zu DDR-Zeiten der kontrollierten Ausreise aus der DDR nach West-Berlin. An diesem historischen Ort wird schnell deutlich, dass Beteiligung an und Gestaltung von Politik nicht immer selbstverständlich waren und sind. Dies bestätigte sich auch in dem Workshop von Vesela Hristova vom Goethe Gymnasium Burgas und FAR zum Thema Partizipation und Kommunismus. Wie sich Jugendliche mit ihrer Meinung und ihren Ideen in der Europäischen Union einbringen können, machte Sascha Sauerteig von der Vertretung der EU-Kommission deutlich, sei es durch eine EU-Bürgerinitiative oder einen Brief an die oder den Abgeordnete/n im Europäischen Parlament. Durch gemeinsame Aktionen, wie ein Tanz auf dem Alexanderplatz, um auf die Mitarbeit in der Schülervertretung aufmerksam zu machen, oder eine Foto- bzw. Interviewsafari zu Politik im Alltag in Prenzlauer Berg und Kreuzberg lernten die Jugendlichen sich und die Hauptstadt besser kennen.

Die Jugendlichen sowie die Mitarbeitenden von FAR und dem Haus am Maiberg gehen mit neuen Impulsen in die Sommerpause, um diese nach den Ferien umzusetzen: Vernetzung der SVen in Bensheim für konkrete Projekte, ein Rap-Slam in Groß-Umstadt und politische Bildung in Burgas stehen unter anderem auf der Tagesordnung.

Hanne Kleinemas und Anna-Lena Osterholt, Haus am Maiberg

Anm. d. Red.: Die Idee zu diesem Seminar entstand im Rahmen des AKSB-Projekts „Schülervertretung in Europa“

STUDENTS‘ impACT

Liebe aktiven SVlerinnen und SVler,

das Haus am Maiberg, eine Mitgliedseinrichtung der AKSB, macht mit „impACT“ ein Jugenddemokratieprojekt im Rahmen von Jugend in Aktion. Hierbei geht es um die Vernetzung von Schülervertretungen in Europa.

Vom 28. Juni bis 5. Juli 2013 findet nun eine bulgarisch-deutsche Jugendbegegnung für SV-lerInnen aus beiden Ländern in Berlin statt. Es kann jede Menge in der Hauptstadt erlebt werden, zum einen in Gesprächen mit interessanten Leuten, die auf unterschiedlichen Ebenen ihre Interessen vertreten – wie ihr als Schüler-VertreterInnen das auch macht. Zum anderen lernt ihr interessante Jugendliche kennen, die auch aktiv in der SV-Arbeit sind. Spannende Orte und Geschichten gibt es in Berlin sowieso zu entdecken.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr dabei seid! Bitte meldet euch bis spätestens bis zum 20.05.2013 im Haus am Maiberg mit Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Telefon und Email an. Informiert die Zuständigen außerdem, ob ihr ein SV-Projekt habt oder noch machen möchtet und was das ist. Ggf. können die zuständigen Referent/innen auch noch vorbeikommen und euch dabei unterstützen.

Weitere Infos findet ihr im Flyer.

Brauner Sumpf

Von 19. bis 21. Juli 2012 findet im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter ein Seminar zum Thema Rechtsextremismus, gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, statt.

Das Seminar will Aktionen anregen und Praxistipps geben, wie der braune Sumpf ausgetrocknet werden kann, damit Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft keine Chance hat. Zusammen mit kompetenten Referenten gehen die Veranstalter auf Spurensuche, beschäftigen sich mit rechtsradikaler Propaganda, zeigen Hintergründe und Zusammenhänge der rechtsextremistischen Szene auf und diskutieren über Möglichkeiten, wie braunem Gedankengut mit Zivilcourage entgegengewirkt werden kann.

Tagungsgebühr: 100,-€ (inkl. Verwaltungsgebühr)

Weitere Informationen zum Seminarprogramm,  zur Anmeldung und zum Veranstalter befinden sich im Seminarflyer.

Mitmachnetz und Digitale Demokratie – Web 2.0 für mehr Beteiligung nutzen

Tagungsort:
Religionspädagogisches Studienzentrum der EKHN (RPZ)
Tagungshaus Kronberg
Im Brühl 30
61476 Kronberg im Taunus
Tel.: 06173-92 65-130
www.rpz-ekhn.de

Das soziale Netz bietet viele Möglichkeiten, um sich an der Demokratie zu beteiligen, sich für soziale und politische Anliegen zu engagieren und Unterstützer für eine gute Sache zu finden. Das gilt für die Schülervertretung ebenso wie für kleinere Vereine, Jugendverbände oder Nichtregierungsorganisationen. Wikis, Blogs, Twitter, Facebook, Google+ sind dabei nur die bekanntesten der so genannten sozialen Medien.  Darüber hinaus gibt es mittlerweile ungezählte Anwendungen, durch die Nutzer selbst Inhalte im Netz einstellen, miteinander kommunizieren und Diskurse beeinflussen können.

Die Tagung „Mitmachnetz und Digitale Demokratie – Web 2.0 für mehr Beteiligung nutzen“ vermittelt Schülerinnen und Schülern, jungen Multiplikatorinnen aus Gemeinden, Vereinen und Jugendverbänden sowie Jugendbildungsreferentinnen und Lehrern, die sie dabei begleiten möchten, die wichtigsten Kompetenzen für eine erfolgreiche und reflektierte Arbeit mit dem sozialen Netz.  Im Fokus steht dabei einerseits die Arbeit an den eigenen Projekten und Anliegen.  Andererseits sind die Teilnehmer eingeladen, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Netzaktivistinnen kritisch den Wandel von Engagement und Beteiligung in der digitalen Gesellschaft zu diskutieren.

Wie im Vorjahr führt die Evangelische Akademie diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Projekt: „Gewaltprävention und Demokratielernen“ (GuD) des Hessischen Kultusministeriums und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik durch. Als neue Partner begrüßen wir den Hessischen Jugendring, die Evangelische Jugend in Hessen und Nassau e.V. und die Landesschülervertretung Hessen.

Das Veranstaltungsprogramm mit Anmeldezettel finden Sie hier.